Minds of Mainz – der Gutenberg-Talk

Ein Forschungspodcast der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Foto: Stefan F. Sämmer

Moderator Daniel Reißmann spricht mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz über ihre Forschung – liefert Fakten, Hintergründe und Geschichten. Dabei erfahren die Zuhörerinnen und Zuhörer Spannendes über einzelne Forschungsgebiete und lernen die Expertinnen und Experten als "Minds of Mainz" kennen. Wissen für eine breite Öffentlichkeit verständlich aufzubereiten sowie Neugierde für die unterschiedlichsten Disziplinen der JGU zu wecken, ist das Ziel dieser Podcast-Serie.

 

Feinde im Kopf. Neurodegenerativen Erkrankungen auf der Spur | Mit Prof. Dr. Dorothee Dormann

So lange man gesund ist, verlässt man sich auf seinen Körper und denkt gar nicht daran, wie es wäre, wenn man durch eine Krankheit eingeschränkt werden würde oder an ihr sogar sterben könnte. Viele Erkrankungen hängen auch mit dem Alter zusammen und die Wahrscheinlichkeit, an ihnen zu erkranken, nimmt dann zu. Dies ist beispielsweise bei neurodegenerativen Krankheiten der Fall, zu denen die Biochemikerin und Zellbiologin Prof. Dr. Dorothee Dormann Grundlagenforschung betreibt.

 

Aus gestern für morgen lernen. Sind wir Meister:innen der Krise? | Mit Prof. Dr. Alexandra Busch

Kann sich eine Gesellschaft die Vergangenheit zunutze machen, um in Zukunft besser mit schwierigen Situationen und Herausforderungen umzugehen? Wie wurden Krisen oder Katastrophen in früheren Zeiten überstanden und welche Strategien und Verhaltensweisen wurden dafür entwickelt? Zu diesen Fragen forscht Alexandra Busch, Professorin für Römische Archäologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie Generaldirektorin des Mainzer Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA), früher Römisch-Germanisches Zentralmuseum, in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Resilienzforschung.

 

Weitere Folgen

Ob große oder kleine – es ist eine Herausforderung, mit Krisen umzugehen. Spielt bei ihrer Bewältigung nur die genetische Veranlagung eine Rolle oder kann man auch lernen, mit schwierigen Situationen umzugehen? Welche Techniken gibt es, um mental gut durch schwere Zeiten zu kommen, und ist ein Leben ganz ohne Krisen wirklich erstrebenswert? Wie gehen verschiedene Altersgruppen mit einer der größten Krisen der jüngsten Vergangenheit, der Corona-Pandemie, um? Welche Folgen und Auswirkungen hat sie auf die Psyche der Menschen? Über diese und weitere Fragen spricht Dr. Sarah Schäfer vom Leibniz-Institut für Resilienzforschung.

Viele wissenschaftliche Rätsel sind noch ungelöst und das motiviert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie Matthias Schott. Der Professor für Experimentelle Teilchenphysik ist Teil des Exzellenzcluster PRISMA+ der JGU. Er geht der grundlegenden Frage nach, aus was das Universum besteht und welche Kräfte zwischen den fundamentalen Teilchen herrschen. Dabei führt ihn seine Arbeit ans CERN, zum größten Teilchenbeschleuniger der Welt. Was ihn daran fasziniert und welche Hoffnungen er für seine Forschungen mit Blick auf den neuen Teilchenbeschleuniger MESA an der JGU hat, erläutert er im Interview mit Moderator Daniel Reißmann.

Armut im Alter wird in Zukunft immer mehr Menschen betreffen. Das sagen viele Prognosen sowie Expertinnen und Experten voraus. Daher schauen sich alte Menschen nach Alternativen zum Lebensabend in Deutschland um, den sie eben nicht arm und einsam verbringen wollen. Für sie ist die Migration ins Ausland, zum Beispiel nach Thailand oder Kenia, eine Option. Zu diesem Phänomen der Ruhestandsmigration forscht die Professorin für Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik, Cornelia Schweppe. Im vorliegenden Podcast beschreibt sie die aktuelle Lage und zeigt auf, wo die Probleme liegen.

Die Genetik beeinflusst das menschliche Leben – im Guten wie im Schlechten. Gerade wenn es um den Bereich Gendefekte geht, kann die Forschung für die betroffenen Menschen eine lebenswichtige Hilfe bedeuten. Am Institut für Molekulare Biologie (IMB) in der Gruppe von Dr. Joan Barau wird Grundlagenforschung an den so genannten "Transposons" betrieben. Was das ist und wozu sie benötigt werden, dazu mehr im Interview mit Nachwuchswissenschaftlerin Jessica Leismann.

Die Freiheit der Medien und der Presse ist in Deutschland im Grundgesetz verankert. Neben Information und Aufklärung nimmt sie auch eine Kontrollfunktion etwa gegenüber Politikerinnen und Politikern oder anderen staatstragenden Personen oder Institutionen ein. In den zurückliegenden Jahren tauchten zunehmend Begriffe wie "Lügenpresse" oder "Fake News" auf. Wie steht es um das Medienvertrauen in Deutschland? Welche Rolle spielt Wissenschaftsjournalismus? Oder wie geht man mit Objektivität und Subjektivität um? Auf diese und weitere Fragen gibt der Professor für Journalistik Tanjev Schultz Antworten.

Man kann die Gegenwart nicht verstehen, ohne die Vergangenheit zu kennen. Das trifft auf viele Bereiche zu – aktuell auch auf den Krieg Wladimir Putins gegen die Ukraine. Jan Kusber, Professor für Osteuropäische Geschichte am Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, beleuchtet die gemeinsame und konflikthafte Geschichte zwischen Russland und der Ukraine. Wobei er unter anderem deutlich macht, wie die Historie umgedeutet wird, um aus ihr Argumente für den gegenwärtigen Krieg zu finden.

Die Welt steht vor großen Herausforderungen, wenn wir an Themen wie den Klimawandel oder die Corona-Pandemie denken. Bei der Bewältigung dieser Probleme spielen Wissenschaft und Forschung eine zentrale Rolle. Und so wollen immer mehr Menschen wissen, wie Wissenschaft funktioniert, interessieren sich für neueste Forschungsergebnisse und welchen Einfluss diese auf ihr Leben, auf ihren Alltag haben. Verständliche Kommunikation ist dabei eine Grundvoraussetzung und so beschäftigt sich Sebastian Seiffert, Professor für Physikalische Chemie, sowohl mit dem Klimanotstand als auch mit der Vermittlung von wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Sprache prägt alle Bereiche des Lebens. Niemand kommt an ihr vorbei – sei es schriftlich oder mündlich. Damaris Nübling ist Professorin für deutsche Sprachgeschichte und forscht zum Sprachwandel, Sprachvergleich oder auch zur Namen-Grammatik. Warum hießen die Menschen früher Klaus, Kurt, Rosemarie und Hildegard und heute Noah, Lea, Pia und Bastian? Namen sind Kinder ihrer Zeit. Wie und vor allem warum haben sie sich verändert? Diese und weitere Aspekte erhellen die Wissenschaftlerin und der Moderator Daniel Reißmann.

Die experimentelle Wirtschaftsforschung ist ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften. Sie untersucht, wie sich Menschen in verschiedenen Kontexten verhalten, wie sie entscheiden und wie wirtschaftliche Anreize ihre Entscheidungen beeinflussen. Manche Forschungsfrage wirkt dabei kurios, aber der Professor für Volkswirtschaftslehre Daniel Schunk ist der Ansicht, dass man in der Wissenschaft immer für verrückte Ideen offen sein muss. Welche Wege er verfolgt – mehr dazu im Gespräch mit Moderator Daniel Reißmann.

Ungefähr 16.000 Ameisen-Arten leben auf der Welt. Allein in Deutschland über 100. Aber Susanne Foitzik vermutet, dass es noch viel mehr sein könnten, die nur noch nicht entdeckt wurden. Im Dschungel, in der Steppe, in Wüsten oder auf Grasebenen – überall dort können Ameisen oft im Verborgenen leben. Den kleinen Krabblern gehört nicht nur die Leidenschaft der Professorin für Verhaltensökologie und Soziale Evolution, sondern ihnen widmet sie auch seit vielen Jahren ihre berufliche Tätigkeit. Aber warum? Was ist das Faszinierende an Ameisen? Dem geht Moderator Daniel Reißmann auf den Grund.

Das Wetter beschäftigt jede und jeden. Ob per App auf dem Smartphone oder als Wetterbericht im Fernsehen – die Wettervorhersage ist fest in den Alltag integriert. Doch woher wissen die Meteorologinnen und Meteorologen, ob es am nächsten Tag sonnig ist oder schneit? Und woher beziehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eigentlich die Daten und Fakten, um den Klimawandel zu belegen? Welche Methoden wenden sie zur Gewinnung dieser Daten und Fakten an? Spannende Fragen, auf die Peter Hoor im Gespräch Antworten gibt.